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Ausbildung & (Zweite) Staatsprüfung

Im Referendariat werden die bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten aus der ersten Ausbildungsphase in engem Bezug zur Schulpraxis und auf der Grundlage der Bildungspläne so erweitert und vertieft, dass der Erziehungs- und Bildungsauftrag erfolgreich und verantwortlich erfüllt werden kann.

Als Studienreferendar/in sind Sie verpflichtet, an den die eigene Ausbildung betreffenden schulischen Veranstaltungen und denen des Seminars sowie an der (Zweiten) Staatsprüfung teilzunehmen und die sonstigen im Rahmen der Ausbildung vorgeschriebenen Aufgaben zu erfüllen. Seminarveranstaltungen haben Vorrang vor schulischen Veranstaltungen!

Ausbildung am Studienseminar

Zukünftige Lehrkräfte müssen neben der Wissensvermittlung auch wichtige Erziehungsaufgaben übernehmen. Die dazu erforderlichen Kompetenzen werden durch Veranstaltungen am Seminar vermittelt, wobei folgende Themenbereiche im Fokus der Ausbildung stehen: Pädagogik und Pädagogische Psychologie, Fachdidaktik der Ausbildungsfächer, Inklusion, Kommunikations- und Teamfähigkeit, Diagnosefähigkeit, Evaluation des eigenen Unterrichts, multikulturelle Kompetenz, digitale Medien und individuelle Förderung.

Lehreinheiten zu Schul-, Jugend- und Beamtenrecht zeigen, mit welchen rechtlichen Fragestellungen und Problemen verantwortliche Lehrkräfte konfrontiert werden können; sei es im normalen Schulalltag (Aufsichtspflicht z.B. im Schulhaus, in Pausen oder bei Sanktionen wie Arrest) oder etwa auf Klassen- und Studienfahrten (abendliche Freizeit, Sicherheit beim Sport, Alkoholgenuss usw.).

Außerdem finden während des gesamten VD regelmäßige Unterrichtsbesuche und Beratungsgespräche durch Ausbilderinnen und Ausbilder des Seminars statt.

Ausbildung an der Schule

Während des ersten Ausbildungsabschnitts hospitieren und unterrichten Sie wöchentlich in der Regel acht bis zehn Unterrichtsstunden in der Schule (berufliche Schulen sechs bis acht), wobei Sie zunehmend eigenverantwortlich im Rahmen des Lehrauftrags der begleitenden Lehrkräfte unterrichten und an sonstigen Veranstaltungen der Schule teilnehmen. Zudem lernen Sie Aufgaben der Klassenführung und die schulischen Gremien sowie die Elternarbeit kennen. Insgesamt müssen in diesem Ausbildungsabschnitt mind. 60 Stunden selbst unterrichtet werden, wobei alle Stufen des Gymnasiums zu berück-sichtigen sind (berufl. Schulen 40 Std.).

Im zweiten Ausbildungsabschnitt werden in der Regel zehn bis zwölf Wochenstunden begleitet, aber eigenständig in Form eines selbstständigen Lehrauftrags unterrichtet.

Etwa drei Monate vor Ende des VD erstellen die Schulleiter/innen eine schriftliche Beurteilung und Bewertung, welche dem Landeslehrerprüfungsamt und dem Seminar zugeleitet wird. Beurteilt werden vorrangig Qualität und Erfolg des Unterrichts, die pädagogischen, erzieherischen und didaktischen sowie methodischen Kompetenzen, schulkundliche Kenntnisse und das gesamte dienstliche Verhalten der Studienreferendarin oder des Studienreferendars.

(Zweite) Staatsprüfung

Im 18-monatigen Vorbereitungsdienst müssen Sie Ihre Qualifikation als zukünftige/r Lehrer/in in folgenden fünf Teilbereichen unter Beweis stellen:

  • Pädagogik und Pädagogische Psychologie (mündliche Prüfung)
  • Schul- und Beamtenrecht, schulbezogenes Jugend- und Elternrecht (mündliche Prüfung)
  • Planung und Durchführung einer Unterrichtseinheit (schriftliche Dokumentation)
  • Planung und Durchführung von Unterrichtsstunden (drei Prüfungslehrproben)
  • Fachdidaktik (Kolloquium in den Ausbildungsfächern)
     

Zusätzlich werden Sie durch ein Schulleitergutachten Ihrer Ausbildungsschule beurteilt.

Die "Zweite Staatsprüfung" wird im Zuge der Umstellung auf den Master of Education als universitärem Abschluss die einzige staatliche Prüfung der Lehrkräfteausbildung in Baden-Württemberg sein.

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