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Das Praxissemester für Studierende des Lehramts

 

Das Praxissemester ist eine Voraussetzung zur Ersten Staatsprüfung. Es ist verpflichtend für alle Studierende, die ihr Studium zum Wintersemester 2000/2001 oder später aufgenommen haben.

Ziele

Das Praxissemester ist eingebunden in die neue Struktur der Lehrerbildung in Baden-Württemberg und geht dem 18 Monate dauernden Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien (höherer Dienst) verpflichtend voraus. Ziel ist eine stärkere Verzahnung der Ausbildungsphasen durch eine frühere Auseinandersetzung mit schulpädagogischen Fragen. Im Praxissemester kooperieren Hochschulen, Universitäten, Staatliche Seminare und Schulen in der Ausbildung und Betreuung der Praktikanten.

Mit der strukturellen Verbindung von praktischer Erfahrung an der Schule und theoretischer Reflexion im Begleitunterricht dient das Praxissemester der Berufsorientierung und Berufsqualifizierung. Es zielt auf eine Stärkung des Bezugs zur Schulpraxis bei den Studierenden und ermöglicht ihnen ein frühzeitiges Kennenlernen des gesamten Tätigkeitsfeldes Schule unter professioneller Begleitung. Der Schulalltag mit den verschiedenen Unterrichtssituationen, Lehrerprofilen, aber auch den spezifischen Belastungen des Berufs wird von den Studierenden unmittelbar erfahren. Einblicke in das Lern-, Sozial- und Freizeitverhalten von Schülerinnen und Schüler sowie in das schulische Umfeld ermöglichen es den Studierenden, sich ihrer Eignung für den Beruf als Lehrerin oder Lehrer stärker bewusst zu werden. Das Praxissemester kann somit auch zu einer gezielten Schwerpunktsetzung im Hauptstudium an der Hochschule beitragen.

Formen und Termine

Der beste Zeitpunkt für die Platzierung des Praxissemesters im Studium ist angesichts der beschriebenen Zielsetzung am Ende des Grundstudiums, d.h. in der Regel nach dem 3. bzw. 4. Semester.

Blockform
Die Blockform ist der Regelfall des Praxissemesters, denn eine zusammenhängende Praxiszeit bietet die beste Möglichkeit, die Schulpraxis kennen zu lernen und am Schulleben in jeder Form teilzunehmen.
Das Praxissemester in Blockform beginnt zum Schuljahresbeginn im September und dauert 13 Wochen bis zu den Weihnachtsferien.

Modulform
Wer aus studientechnischen (z.B. durch die Studienorganisation in den Naturwissenschaften) oder anderen Gründen das Praxissemester nicht im Block absolvieren kann, wählt die modulare Form mit zwei Modulen in der vorlesungsfreien Zeit. Modul 1 und 2 umfassen wie die Blockform auch 13 Wochen.
Generell können auch Studierende im Fach Musik in Baden-Württemberg das Schulpraktikum in Modulform absolvieren. Die Musikhochschule Freiburg gibt jedoch für ihre Studierenden weiterhin die Blockform vor.

Modul 1 dauert vom Schuljahresbeginn im September bis zum Beginn der Lehrveranstaltungen des Wintersemesters. Dieses Modul wird gemeinsam mit den Praktikanten des Blockpraxissemesters absolviert.

 

Modul 2 folgt immer auf Modul 1 und findet zwischen Winter- und Sommersemester von Mitte Februar bis Mitte April statt. Es sollte im Frühjahr des auf das Herbstmodul folgenden Frühjahrs absolviert werden, spätestens jedoch im Frühjahr des darauffolgenden Jahres. Modul 2 findet an der selben Schule und, soweit möglich, beim selben Ausbildungslehrer statt.


Auch für Studierende, die die Schulpraxis in Modulform absolvieren, ist eine Pflichtzeit von 13 Wochen bindend.
Künftig dürfen die Schulen die Bestätigung über eine erfolgte Schulpraxis nur dann ausstellen, wenn in Herbst- und Früjahrsmodul zusammen 13 Wochen erreicht worden sind.
Sollte dieses nicht der Fall sein, kann die Schule in Absprache mit den Praktikanten entscheiden, wie die fehlenden Zeiten erreicht werden können. (Begleitveranstaltungen der Seminare, die in den Schulferien liegen, dürfen mitgerechnet werden; ebenso Fehltage wegen Krankheit oder eine Beurlabung aus wichtigem Grund).
Den Studierenden wird daher empfohlen, vor der Anmeldung (der Anmeldezeitraum für das Praxissemester läuft vom 15.02. bis 15.05. des Jahres, in dem man sein Praxissemester beginnt) zu überlegen, ob in der Modulform die 13 Wochen erreicht werden können und sich im Zweifelsfall für die Blockform zu entscheiden.
Auch Studierende der Schulmusik können künftig zwischen Block- und Modulform wählen.

 

Anmeldung

Die Anmeldetermine sind für das Praxissemester in Blockform und in Modulform gleich. Die Anmeldung beginnt jeweils am ersten Schultag nach den Osterferien und erfolgt online unter www.praxissemster-bw.de. Alle am ersten Tag der Anmeldefrist eingehenden Bewerbungen werden ohne Beachtung der zeitlichen Reihenfolge erst am folgenden Tag bearbeitet.

Dort wählen Sie einen Oberschulamtsbezirk aus:

  • Stuttgart (nordöstlicher Teil von Baden-Württemberg,
  • Karlsruhe (nordwestlicher Teil von Baden-Württemberg),
  • Freiburg (südwestlicher Teil von Baden-Württemberg)
  • Tübingen (südöstlicher Teil von Baden-Württemberg)

Sie werden automatisch zur Praxissemester-Startseite des jeweiligen Oberschulamts verbunden und können hier die passenden Gymnasien auswählen und sich online an einem Gymnasium anmelden. Die Schule wird sich dann in Kürze mit Ihnen in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen besprechen. Beachten Sie bitte, dass Sie sich nur an einer Schule bewerben dürfen.

Eine ausführliche Beschreibung zur Online-Anmeldung finden Sie hier.

Das ZLB empfiehlt, auch eine Schule in weiterer Entfernung zum Studienort in die Überlegungen miteinzubeziehen, weil dort die Überbelegung in aller Regel nicht so groß ist und die Betreuung durch die Schulen meist intensiver sein kann als in den überlaufenen Unistädten oder in direkter Umgebung dazu.

Auf der Seite des Kultusministeriums finden Sie außerdem

Bitte lesen Sie diese Hinweise vor der Betätigung der Anmeldung genauestens durch!

 

Durchführung

 

Für das Praxissemester in Modulform gilt ab dem Schuljahr 2006/07 folgende neue Regelung:

  • Auch für Studierende, die die Schulpraxis in Modulform absolvieren, ist eine Pflichtzeit von 13 Wochen bindend.
  • Künftig dürfen die Schulen die Bestätigung über eine erfolgte Schulpraxis nur dann ausstellen, wenn in Herbst- und Frühjahrsmodul zusammen 13 Wochen erreicht worden sind.
    Sollte dieses nicht der Fall sein, kann die Schule in Absprache mit den Praktikanten entscheiden, wie die fehlenden Zeiten erreicht werden können. (Begleitveranstaltungen der Seminare, die in den Schulferien liegen, dürfen mitgerechnet werden; ebenso Fehltage wegen Krankheit oder eine Beurlaubung aus wichtigem Grund).
    Den Studierenden wird daher empfohlen, vor der Anmeldung (der Anmeldezeitraum für das Praxissemester läuft jeweils vom ersten Montag nach den Osterferien bis 15.05.) zu überlegen, ob in der Modulform die 13 Wochen erreicht werden können und sich im Zweifelsfall für die Blockform zu entscheiden.
  • Auch Studierende der Schulmusik können künftig zwischen Block- und Modulform wählen; allerdings gibt die Musikhochschule Freiburg für ihre Studierenden nach wie vor die Blockform vor.

 

Das Kultusministerium bittet alle Studierenden, diese Neuregelungen zu beachten und umzusetzen.

 

 

Das Praxissemester in der Schule

Rahmenbedingungen

  • Die Ausbildung kann nur in den Fächern stattfinden, die an der jeweiligen Schule angeboten werden.
  • Ist aufgrund der Fächerkombinationen der Bewerber oder aus anderen wichtigen Gründen ein ordnungsgemäßer Unterrichtsbetrieb oder eine ordnungsgemäße Ausbildung an einer Schule nicht möglich, können Bewerber an andere Schulen verwiesen werden.
  • Das Weisungsrecht und die Aufsichtspflicht gegenüber den Praktikantinnen und Praktikanten liegt bei der Schulleitung und den von ihr Beauftragten (Ausbildungslehrern und Mentoren).
  • Am Ende des Praktikums in der Schule (in der modularen Form am Ende von Modul 2) steht eine mündliche Abschlussberatung mit schriftlicher Zusammenfassung durch die Schulleitung bzw. die Ausbildungslehrerin oder den Ausbildungslehrer. Die Schule stellt die Teilnahmebescheinigung für das Praxissemester aus. Diese ist dem Landeslehrerprüfungsamt bei der Meldung zum Ersten Staatsexamen, bei den Studiengängen zum höheren Lehramt für berufliche Schulen dem Prüfungsamt der Hochschule, vorzulegen.
  • Für die Praktikanten besteht Unfallversicherungsschutz gemäß § 2 SGB VII.

Ausbildungslehrerinnen und -lehrer

Die Ausbildungslehrerinnen und -lehrer nehmen im Auftrag der Schulleitung Betreuungs-, Beratungs- und Organisationsaufgaben an der Schule wahr und halten Verbindung zu den Staatlichen Seminaren und, soweit möglich, zu den Hochschulen. Alle Tätigkeiten der Praktikantinnen und Praktikanten an der Schule werden mit der Ausbildungslehrerin oder dem Ausbildungslehrer abgestimmt.

Tätigkeitsfelder

Teilnahme am Schulleben:

  • Unterricht: Hospitation, Unterrichtsassistenz, eigene Unterrichtsversuche
  • Schulische Veranstaltungen: Konferenzen, Elternabende etc.
  • außerunterrichtliche Veranstaltungen: Schulfeiern, Sporttage, Landheime etc.
  • Partner der Schule: andere Schularten, Wirtschaft, Jugendeinrichtungen etc.

Teilnahme an den regelmäßig stattfindenden Ausbildungs- und Betreuungsveranstaltungen der Ausbildungslehrerin oder des Ausbildungslehrers und der Schule.

Führen eines Berichtshefts und Erstellen eines Abschlussberichts:

  • Beschreibung der Ausbildungsinhalte in ihrer Abfolge
  • Arbeitsaufträge der Ausbildungslehrerinnen und –lehrer und ggf. der Seminarlehrkräfte mit einer Dokumentation über ihre Erledigung
  • Dokumentation der Vorbereitung und Durchführung eigener Unterrichtsversuche
  • Reflexion über die eigenen Erfahrungen

 

Das Praxissemester am Seminar

Die unterrichtliche Praxis wird in regelmäßigen Begleitveranstaltungen der Studienseminare zur Pädagogik und Pädagogischen Psychologie sowie zu den Fachdidaktiken aufgearbeitet, welche in verschiedenen Organisationsformen (halbtägige oder ganztägige Veranstaltungen) an geeigneten Schulen oder vergleichbaren Einrichtungen vor Ort durchgeführt werden.

Die fachdidaktischen Lehrveranstaltungen finden in fachbezogenen Gruppen oder in Gruppen affiner Fächer statt und dienen der Erarbeitung fachdidaktischer Grundfragen. Diese Veranstaltungen können für Fächer, in denen die Zahl der Praktikanten gering ist, auch seminarübergreifend organisiert werden.

Die Seminare erstellen einen Detailplan für den seminaristischen Teil der Betreuung der Praktikanten und teilen diesen den Schulen vor dem Ende des Schuljahres für das neue Schuljahr mit.

 Häufig gestellte Fragen

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