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FAQ zum modularisierten Lehramtsstudium

Häufig gestellte Fragen zum modularisierten Lehramtsstudiengang nach GymPO I (seit WS 2010/11).

  • Wird es in Freiburg eine Umstellung des Lehramtsstudiums für Gymnasien auf das Bachelor-/ Master-System geben?

    Ja, ab WS 2015/16 wird das Lehramtsstudium auch in Ba-Wü auf den Bachelor/Master umgestellt. Der Bachelor wird drei Jahre umfassen und eine gewisse Polyvalenz (Möglichkeit des Wechsels in den Fachmaster) aufweisen, wird daher wohl die Bezeichnung „Bachelor mit Lehramtsbezug“ tragen, der Master of Education dauert zwei Jahre. Alles Weitere an zuverlässigen Informationen werden Sie im April 2015 an prominenter Stelle auf unserer HP finden. Den Flyer für Studieninteressierte haben wir – allerdings mit Vorbehalt – schon angepasst.
  • Was bedeutet „Modularisierung“?

    Die Modularisierung ist kennzeichnend für die Umgestaltung des Studiums im Rahmen des sog. Bologna-Prozesses (europaweite Einführung von Bachelor-Master-Studienstrukturen). Basisbausteine des Studiums sind nicht mehr einzelne Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminare, Übungen…), sondern Module, bei denen unter einem übergeordneten Themenbereich mehrere Lehrveranstaltungen zusammengefasst sind und die mit Modulprüfungen abschließen. Die Ergebnisse der Prüfungen gehen in die Bachelor-Master- bzw. Staatsexamens-Endnote ein. Bei der gymnasialen Lehramtsausbildung in Baden-Württemberg wird bis auf Weiteres das (Erste) Staatsexamen als universitärer Abschluss beibehalten, wobei die Studieninhalte modularisiert werden, um mit den bereits auf die Bachelor-Master-Studienstruktur umgestellten Nicht-Lehramtsstudiengängen kompatibel zu sein.
    Nach einem Positionspapier des CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) vom Juni 2003 bedeutet Modularisierung, „Studienangebote konsequent von den Qualifizierungszielen (Learning Outcome) her zu konzipieren und den Stellenwert und Beitrag jeder einzelnen Lehrveranstaltung im Hinblick darauf zu definieren.“
  • Wie errechnet sich die Endnote eines Lehramtsstudiums jeweils nach der alten bzw. neuen Studienordnung?

    Im bisherigen Lehramtsstudium (WPO von 2001) erwerben Sie Scheine in Ihren wissenschaftlichen Fächern, in Fachdidaktik, Pädagogik und EPG, die Sie bei der Anmeldung zum Staatsexamen beim Landeslehrerprüfungsamt einreichen müssen. Die Endnote errechnet sich hauptsächlich aus der Wissenschaftlichen Arbeit (Zulassungsarbeit), den Abschlussklausuren und den mündlichen Abschlussprüfungen. Die während des Studiums erbrachten fachwissenschaftlichen Leistungen und die Noten der Zwischenprüfung spielen bei der Berechnung der Endnote keine Rolle. Einzige Ausnahme: Die Noten der Pädagogischen Studien und des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums gehen zu einem geringen Prozentsatz in die Endnote ein (siehe § 16 WPO).
    Im modularisierten Lehramtsstudium dagegen werden vom ersten Semester an studienbegleitende Prüfungen abgelegt, die am Ende des Studiums knapp 2/3 der Gesamtnote des Ersten Staatsexamens ausmachen. Die restlichen gut 1/3 der Endnote ergeben sich aus den zwei einstündigen mündlichen Prüfungen in den beiden Hauptfächern und der Wissenschaftlichen Arbeit. Examensklausuren entfallen in Zukunft.
  • Was versteht man unter „studienbegleitenden Prüfungen“?

    Das System der studienbegleitenden Prüfungen bedeutet, dass während des Studiums erbrachte Leistungen sich von Anfang an wie bei einem Konto anhäufen.
    Auch die Leistungen sowohl der Orientierungs- als auch der Zwischenprüfung werden zukünftig durch studienbegleitende Prüfungen in Pflichtmodulen erbracht. Dies bedeutet, dass es nach GymPO 2009 – im Gegensatz zur WPO 2001 – keine punktuell durchgeführte Zwischenprüfung mehr geben wird.
    Mit dem neuen System der studienbegleitenden Prüfungen soll ein kontinuierliches Lernen gefördert werden.
  • Was sind ECTS-Punkte? Wie sind sie im Lehramtsstudium verteilt?

    Im modularisierten Lehramtsstudium sind alle Veranstaltungen mit sog. ECTS-Punkten (European Credit Transfer and Accumulation System) belegt. In einem Lehramtsstudium mit zwei Hauptfächern müssen Sie insgesamt 300 ECTS-Punkte erwirtschaften (Ausnahmen bei einer Fächerverbindung mit Bildender Kunst oder Musik (siehe  §§ 6 u. 7 GymPO I).

    Verteilung der Leistungspunkte ohne Verbindungen mit den Fächern Bildende Kunst und Musik (
    nach § 5 (3) GymPO I):
  • Studium insgesamt ETCS-Punkte
    Erstes Hauptfach Pflichtmodule 80
    Wahlmodule 14
    Fachdidaktikmodule 10
    Zweites Hauptfach Pflichtmodule 80
    Wahlmodule 14
    Fachdidaktikmodule 10
    Module Ethisch-Philosophisches
    Grundlagenstudium
    12
    Module Bildungswissenschaftliches
    Begleitstudium
    18
    Module Personale Kompetenz 6
    Schulpraxissemester 16
    Wissenschaftliche Arbeit 20
    Mündliche Prüfung 1. Hauptfach 10
    Mündliche Prüfung 2. Hauptfach 10
       
    Summe
    300


    ECTS-Punkte sind Leistungspunkte, die die Maßeinheit für den in Stunden gemessenen quantitativen studentischen Arbeitsaufwand (Workload) angeben. Die Vergabe von Leistungspunkten richtet sich nach der vom Dozenten erwarteten Arbeitszeit, die durchschnittlich begabte Studierende zur Absolvierung eines Moduls investieren müssen. Sie sind also keine qualitativen Leistungsindikatoren. Ein ECTS-Punkt entspricht einem zwischen 25 und 30 Stunden variierenden studentischen Arbeitsaufwand.
    Im ECTS-System sind 30 Leistungspunkte pro Semester oder 60 pro Studienjahr vorgesehen.
    Dieses Punkte-System wurde von der Europäischen Union entwickelt, um Studienleistungen zu messen und vergleichen zu können. Damit soll es ein einheitliches System für die akademische Anerkennung von Studienleistungen darstellen und durch die internationale Kompatibilität und Übertragbarkeit von Studienleistungen die Mobilität der Studierenden fördern.
    Jeder Fachbereich, der am ECTS-System teilnimmt, beschreibt für seine Lehrveranstaltungen Inhalt und Arbeitsumfang und ordnet ihnen entsprechende Leistungspunkte zu.
    Der Arbeitsumfang umfasst den Besuch von Vorlesungen, Seminaren, Praktika, dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen, die Vor- und Nacharbeit zu Hause sowie Prüfungen und Hausarbeiten aller Art.

  • Wie wird ein stärkerer Praxisbezug im modularisierten Lehramtsstudium gewährleistet?

    Der Fachdidaktikanteil wurde mit der Einführung der GymPO I auf in der Regel zwei Übungen je Hauptfach verdoppelt. Ebenfalls wurde der Anteil der fachdidaktischen Ausbildung in den Begleitveranstaltungen am Staatlichen Studienseminar für Didaktik und Lehrerbildung während des Schulpraxissemesters deutlich erhöht.
    Außerdem muss als Zulassungsvoraussetzung neben einem Online-Orientierungstest ein zweiwöchiges Orientierungspraktikum an einer Schule – nicht an der Heimatschule – absolviert werden. Der Nachweis zu diesem „Schnupperpraktikum“ kann bis zur Rückmeldung zum dritten Semester nachgereicht werden.
    Das schon seit 2001 obligatorische Schulpraxissemester von 13 Wochen muss in Zukunft bestanden werden und kann als eigenständiges Modul nur einmal – an einer anderen Schule und erst wieder im darauf folgenden Jahr – wiederholt werden. Für die Beurteilung ist die Schulseite (Schulleitergutachten) verantwortlich.
    Der Anteil und die Bedeutung von Schulpraxis und Fachdidaktik im gymnasialen Lehramtsstudium werden damit aufgewertet.
    Näheres zum Orientierungstest und Orientierungspraktikum siehe oben.
  • Welche Besonderheiten gilt es bzgl. des Schulpraxissemesters noch zu beachten?

    Seit dem WS 2012/13 kann das Schulpraxissemester mit den Begleitveranstaltungen an den Staatlichen Seminaren für Didaktik und Lehrerbildung nicht mehr in Modulform absolviert werden, sondern nur noch in Blockform von September (1. Schultag nach den Sommerferien) bis Dezember.
  • Gibt es neue Regelungen zum Schulpraxissemester an einer deutschen Schule im Ausland?

    Studierende nach GymPO I 2009 absolvieren mindestens 9 Wochen am Stück an einer zugelassenen Deutschen Schule im Ausland (mindestens 10 Assistenzstunden und Sekundarstufe; vgl. Liste zugelassener Schulen). Im Anschluss daran müssen die letzten 4 Wochen an einem Gymnasium oder einer Beruflichen Schule in Baden-Württemberg abgeleistet werden. Dort wird dann auch das Bestehen des Schulpraxissemesters festgestellt. Dies gilt auch für einen PAD-Aufenthalt (Assistenz an einer ausländischen Schule: mindestens 6 Monate am Stück, mindestens 10 Assistenzstunden pro Woche und Sekundarstufe). In beiden Fällen müssen die Begleitveranstaltungen besucht werden.
    Bei der Online-Anmeldung im Kultusministerium zwischen dem 1. Schultag nach den Osterferien bis zum 15.5. eines Jahres muss der Studierende demnach ankreuzen, ob er 13 oder nur 4 Wochen (Kurzform) an einer baden-württembergischen Schule ableistet.
    Beim 4-wöchigen Praktikum nach dem Auslandsaufenthalt ist dies aus schulorganisatorischen Gründen nur in den ersten 4 Wochen des Schuljahrs möglich, d.h. man beginnt also diese Ausbildungsphase mit den anderen „regulären“ Schulpraktikanten. Bei einem Wechsel auf Antrag von der alten Prüfungsordnung (WPO 2001) in die GymPO 2009 wird ein bis dahin im Ausland absolviertes Schulpraxissemester im Umfang von 13 Wochen anerkannt, ohne dass noch ein 4-wöchiges Praktikum an einem Gymnasium in Baden-Württemberg erfolgen muss.

    Studierende nach WPO 2001 absolvieren 13 Wochen an einer zugelassenen Deutschen Schule im Ausland und im Anschluss daran die Begleitveranstaltungen an einem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Baden-Württemberg. Die Anmeldung dafür erfolgt direkt beim Seminar. Für Studierende nach der WPO 2001 gilt die Bestätigung des PAD als Nachweis des Schulpraxissemesters. Der Besuch der Begleitveranstaltungen wird empfohlen.
  • Kann ich aus einem anderen Bundesland, in dem es das Bachelor-/Master-System gibt, nach Freiburg wechseln?

    Ein Studienortwechsel erfordert immer einigen organisatorischen und persönlichen Aufwand. Sie müssen sich Ihre erworbenen Leistungsnachweise beim Fachstudienberater Ihrer Fächer anerkennen lassen und werden dann in ein Semester eingestuft (Hier finden Sie die Kontaktdaten der Studienfachberater).
    Wer vor dem 1.10. 2010 ein Lehramtsstudium, egal in welchem Bundesland, aufgenommen hat, wechselt noch in die alte WPO von 2001.
    Für Studienortwechsler, die nach dem 1.10. 2010 ihr Lehramtsstudium aufgenommen haben, dürfte sich der Wechsel einfacher gestalten, da durch die Einführung von Modulen und Leistungspunkten (ECTS) ein leichterer Transfer von Prüfungs- und Studienleistungen gewährleistet werden kann (vgl. Rahmenvorgaben für die Einführung von Leistungspunktsystemen und die Modularisierung von Studiengängen).
  • Wie lange ist die Wissenschaftliche Prüfung nach der "alten" Prüfungsordnung (WPO 2001) noch möglich?

    Studierende, die vor dem 01.10.2010 ihr Lehramtsstudium aufgenommen haben, genießen Vertrauensschutz gemäß § 31 Absatz 2 GymPO 2009, wenn sie bis spätestens zum 01.09.2016 zur Wissenschaftlichen Prüfung oder Erweiterungsprüfung zugelassen sind (Anmeldung bis zum 30.04.2016). Die Fortsetzung der Prüfung gemäß WPO 2001 erstreckt bis zum Ende des Prüfungsverfahrens auch bei Unterbrechung und Wiederholung. Daher werden in den nächsten Jahren zwei Studiengänge parallel laufen: Studierende, die ihr Staatsexamen nach der alten Prüfungsordnung ablegen (WPO 2001), und solche, die seit WS 2010/11 nach der neuen Prüfungsordnung (GymPO 2009) studieren.
    Der Vertrauensschutz gilt über das oben genannte Datum hinaus bei einem Fachwechsel innerhalb der Wissenschaftlichen Prüfung. Hierbei gilt die Regelstudienzeit zuzüglich notwendiger Semester für das Erlernen einer alten Fremdsprache. Bei ungleicher Fachsemesterzahl in den Hauptfächern der Wissenschaftlichen Prüfung gilt der abgerundete Durchschnittswert.
  • Muss ich mein drittes Fach, das ich erst in späteren Semestern studieren möchte, nach der neuen Prüfungsordnung studieren, auch wenn ich mit der alten Prüfungsordnung begonnen habe?

    Es ist legitim, mit den Veranstaltungen des dritten Faches erst im 3. Semester zu beginnen, da Sie dort keine Orientierungsprüfung ablegen müssen. In der Regel kann der/die Studierende wählen, nach welcher Prüfungsordnung das Erweiterungsfach studiert werden soll
    Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass einzelne Fächer nicht mehr die Kapazität haben, das Erweiterungsfach nach der alten WPO von 2001 anzubieten, d.h. dass das Erweiterungsfach z.B. in Geographie nur noch nach der GymPO I begonnen werden kann. Je näher das Jahr 2016 heranrückt, desto mehr ist es zu empfehlen, ein neues Erweiterungsfach nach der neuen Prüfungsordnung zu studieren, denn bis dahin endet die Übergangsfrist von der WPO zur GymPO I.
    Bei Fächern, die nach der alten WPO von 2001 noch nicht studierbar waren bzw. jetzt neu eingeführt werden, gilt naturgemäß die neue GymPO I.
  • Kann ich nach dem Lehramtsstudium (Staatsexamen in Baden-Württemberg) in anderen Bundesländern unterrichten?

    Ja, obwohl die Lehramtsausbildung in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich ist, können Sie doch nach fertiger Lehrerausbildung in jedem anderen Bundesland Lehrer/in werden. Ein Beschluss der Kultusministerkonferenz zur Übernahme von Lehrkräften aus anderen Ländern vom März 2013, sieht die gegenseitige Anerkennung der Lehramtsabschlüsse vor.
    Sie können auch nach dem Ersten Staatsexamen zum Referendariat in ein anderes Bundesland wechseln.
    In beiden Fällen gilt: Sie müssen zwei Fächer studiert haben, die im jeweiligen Bundesland in den Gymnasien unterrichtet werden.

 

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