Uni-Logo
Sie sind hier: Startseite Lehramtsstudium GymPO I Prüfungen
Artikelaktionen

Prüfungen

Studienbegleitendes Prüfungssystem

Im Studiengang Lehramt an Gymnasien sind in den beiden Hauptfächern und ggf. in einem Erweiterungsfach sowie im Bildungswissenschaftlichen Begleitstudium, im Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudium und in Fachdidaktik studienbegleitende Prüfungen abzulegen, die dem Erwerb von ECTS-Punkten dienen und deren Noten zu 70% in die Endnote der Ersten Staatsprüfung eingehen. Die restlichen 30% der Endnote ergeben sich aus der Wissenschaftlichen Prüfung (Wissenschaftliche Arbeit und mündliche Abschlussprüfungen). Examensklausuren entfallen in Zukunft. Bevor eine studienbegleitende Prüfung abgelegt werden kann, ist es zwingend erforderlich, sich hierfür formgerecht und fristgemäß beim jeweils zuständigen Prüfungsamt anzumelden.

Es gibt auch Lehrveranstaltungen, in denen keine studienbegleitende Prüfungen abzulegen sind; der Erwerb der vorgesehenen ECTS-Punkte erfolgt in diesem Falle durch das Erbringen von reinen Studienleistungen (z.B. im MPK).


Mit dem System der studienbegleitenden Prüfungen soll ein kontinuierliches Lernen gefördert werden.

 

Orientierungsprüfung

Die Orientierungsprüfung soll nachweisen, dass die Studierenden erfolgreich grundlegende Kenntnisse und Kompetenzen in ihren Fächern erworben und somit ihre grundsätzliche Eignung bewiesen haben. Die Orientierungsprüfungsleistungen sind in der Regel bis zum Ende des 2. Semesters zu erbringen.

Über Zulassungsvoraussetzungen, Inhalt und Umfang der Prüfungsleistungen bzw. ggf. weitere erforderliche Studienleistungen informieren Sie sich bitte anhand der jeweiligen fachspezifischen Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnung.

Bei einer Drei-Fächer-Kombination ist für das Erweiterungsfach  keine Orientierungsprüfung erforderlich. Dies gilt auch für das Beifach, das als wissenschaftliches Fach in Verbindung mit einem künstlerischen Fach studiert wird.
 

Zwischenprüfung

Die Zwischenprüfungsleistungen sind in der Regel bis zum Ende des 4. Fachsemesters für die ersten beiden Hauptfächer des Lehramtsstudiums zu erbringen. Dies gilt auch für das wissenschaftliche Fach, das in Verbindung mit einem künstlerischen Fach studiert wird. Mit diesen Leistungen müssen die Studierenden nachweisen, dass sie die für eine erfolgreiche Weiterführung des Studiums notwendigen fachlichen und methodischen Grundlagen sowie die ggf. erforderlichen Sprachkenntnisse erworben haben.

Bei einer Drei-Fächer-Kombination ist für das Erweiterungsfach keine Zwischenprüfung erforderlich. Dies gilt auch für das Beifach, das als wissenschaftliches Fach in Verbindung mit einem künstlerischen Fach studiert wird.

Allgemeine Informationen zur Zwischenprüfung entnehmen Sie bitte § 22 der StPO LA. Über Zulassungsvoraussetzungen, Inhalt und Umfang der Prüfungsleistungen bzw. ggf. weitere erforderliche Studienleistungen informieren Sie sich bitte anhand der jeweiligen fachspezifischen Bestimmungen der  Studien- und Prüfungsordnung.

 

Wissenschaftliche Arbeit

Jeder/Jede Lehramtsstudierende muss in einem seiner/ihrer beiden Hauptfächer eine Wissenschaftliche Arbeit im Umfang von 20 ECTS-Punkten anfertigen. Bei der Ermittlung der Gesamtnote der Ersten Staatsprüfung zählt die Note der Wissenschaftlichen Arbeit 3-fach.

In der Wissenschaftlichen Arbeit wird nachgewiesen, dass ein Thema mit den Methoden und Hilfsmitteln des Fachs sachgerecht bearbeitet werden kann. Sie kann in jedem der studierten Hauptfächer – mit Ausnahme des Fachs Bildende Kunst (siehe dazu § 17 GymPO I) – geschrieben werden. Bei Fächerverbindungen mit Musik wird die Arbeit im Fach Musik angefertigt.

Das Thema ist so zu stellen, dass vier Monate zur Ausarbeitung genügen. Zudem kann es frühestens nach dem Bestehen der Zwischenprüfung durch einen/eine von dem/der Studierenden gewählte/n Universitätsdozenten/dozentin, der/die als Prüfer/in vom Landeslehrerprüfungsamt (LLPA) Freiburg  bestellt ist, vorgeschlagen werden. Nach Billigung des Themas durch das LLPA wird es von diesem vergeben und dem/der Studierenden vor Beginn der mündlichen Prüfung bekannt gegeben. D.h. die Anmeldung des Themas und der Tag der Vergabe müssen vor der mündlichen Prüfung vom LLPA bestätigt werden. Das LLPA empfiehlt dringend, die Wissenschaftliche Arbeit mindestens vier Wochen vor der mündlichen Prüfung anzumelden. Diese Regelung hat zur Konsequenz, dass die Wissenschaftliche Arbeit auch nach der mündlichen Prüfung abgegeben werden kann.* Dennoch rät das LLPA im Hinblick auf den Herbsttermin zur Vorsicht: Der Vorbereitungsdienst beginnt im Januar und das Zeugnis über die Erste Staatsprüfung muss bis Mitte Dezember dem Regierungspräsidium vorliegen. Daher empfiehlt das LLPA im Sinne einer gedeihlichen Prüfungsvorbereitung, die Wissenschaftliche Arbeit vor der Wissenschaftlichen Prüfung anzufertigen. Das Semester und/oder die Semesterferien vor dem Prüfungssemester bieten sich hierzu an.
Wird das Thema der Wissenschaftlichen Arbeit nicht fristgerecht bis zum Beginn der mündlichen Prüfung angemeldet, ist diese nicht bestanden, wenn die Fristversäumnis vom Bewerber/von der Bewerberin zu vertreten ist.

Bereits erstellte Dissertationen, Diplom-, Magister- und Masterarbeiten können nach Absprache mit dem jeweiligen Universitätsinstitut auf Antrag beim LLPA als Wissenschaftliche Arbeit für das Lehramt am Gymnasium anerkannt werden.

Weitere allgemeine Hinweise zur Wissenschaftlichen Arbeit finden Sie unter § 16 GymPO I.

 

* In den Fächern Biologie, Chemie, Geographie und Physik kann  auf begründeten Vorschlag der Fächer die Anfertigung der Wissenschaftlichen Arbeit auch nach der mündlichen Prüfung, spätestens jedoch im Anschluss an die mündliche Prüfung im zweiten Fach gestattet werden.

 

Es gibt eine Neuregelung zur Anmeldung der Wissenschaftlichen Arbeit seit dem Prüfungstermin Herbst 2010!

 Das bedeutet:

  1. Das Prüfungsamt gibt künftig das Thema vor Beginn der mündlichen Prüfung dem Studierenden bekannt.
  2. Das Thema der Wissenschaftlichen Arbeit sollte spätestens 4 Wochen vor der mündlichen Prüfung beim Prüfungsamt gemeldet sein. Der verbindliche späteste Melde- bzw. Bekanntgabetermin des Themas der Wissenschaftlichen Arbeit wird vom Prüfungsamt festgesetzt.
  3. Wird das Thema nicht spätestens bis zu dem betreffenden Termin (mit Formblatt) angemeldet, ist die Wissenschaftliche Arbeit nicht bestanden, wenn die Fristversäumnis vom Bewerber zu vertreten ist.
  4. Wird die Wissenschaftliche Arbeit zum Herbstermin verfasst, muss bedacht werden, dass die Bearbeitungszeit sehr knapp ist.  Der Vorbereitungsdienst beginnt nämlich schon im Januar und das Zeugnis über die Wissenschaftliche Prüfung (einschließlich Wissenschaftlicher Arbeit) muss daher bis Mitte Dezember dem Regierungspräsidium vorliegen.
  5. Wird die Wissenschaftliche Arbeit in einem der Fächer Biologie, Chemie, Geographie oder Physik angefertigt, muss die Meldung innerhalb eines Monats nach der mündlichen Prüfung im 2. Hauptfach beim Prüfungsamt eingegangen sein.
  6. Die Arbeit muss also in allen Fällen nicht mehr spätestens vor der mündlichen Prüfung abgegeben und begutachtet worden sein. Dies führt zu einer spürbaren Entlastung für alle Seiten und nimmt den Druck kurz vor der mündlichen Prüfung.
    Dennoch ist es besonders für den Herbsttermin zu empfehlen, die Wissenschaftliche Arbeit vor der letzten mündlichen Prüfung anzufertigen (außer bei den Fächern unter Punkt 5).

  

 

Wissenschaftliche Prüfung (Erste Staatsprüfung)

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Wissenschaftlichen Prüfung für das Lehramt an Gymnasien erwerben Sie in den beiden Hauptfächern die wissenschaftliche Befähigung für den Unterricht auf allen Stufen des Gymnasiums und ebenso der beruflichen Schulen. Eine Erweiterungsprüfung in einem weiteren Fach (in weiteren Fächern) kann abgelegt werden.

Die Durchführung der mündlichen Abschlussprüfungen liegt beim LLPA – siehe auch die Bezeichnung „Staatsexamen“ bzw. „Staatsprüfung“ – und nicht bei der Universität. Die Prüfung, mit Ausnahme der Prüfung in Fächerverbindungen mit Bildender Kunst und Musik (Näheres hierzu siehe § 19 GymPO I), umfasst die Wissenschaftliche Arbeit und die mündlichen Abschlussprüfungen. Die Anforderungen an diese Prüfungsteile ergeben sich aus den in Anlage A GymPO I ausgewiesenen Kompetenzen und Studieninhalten.

In einem dritten oder weiteren Fach kann eine Erweiterungsprüfung (s.u.) unter Haupt- bzw. Beifachbedingungen abgelegt werden, jedoch frühestens zum Termin der Prüfung des zweiten Hauptfachs.

Die Prüfung wird zweimal jährlich abgenommen. Zur Prüfung kann zugelassen werden, wer die akademischen Zwischenprüfungen in den Hauptfächern und das Schulpraxissemester bestanden hat. Erforderlich sind zudem Nachweise über erfolgreich absolvierte Modulprüfungen in Fachwissenschaft und Fachdidaktik, über ggf. notwendige Sprachkenntnisse und über den erfolgreichen Abschluss im BWB, EPG und in den MPK.
Die Prüfungsunterlagen müssen für die Frühjahrsprüfung bis 31. Oktober des Vorjahres und für die Herbstprüfung bis 30. April vorgelegt werden.  Besitzt der/die Bewerber/in z.B. wegen des laufenden Semesters noch nicht alle Leistungsnachweise, können diese bis zum Nachreichtermin des Prüfungstermins für das jeweilige Fach nachgereicht werden. BWB-, EPG- und MPK-Nachweise sind zum Anmeldetermin des zweiten Hauptfachs einzureichen. Alle Termine sind auch auf der Internetseite des LLPA unter „Ausschreibung zur Wissenschaftlichen Staatsprüfung“ zu finden.

Die Meldung zur Prüfung ist für die zwei Hauptfächer und gegebenenfalls das Erweiterungsfach gemeinsam vorzunehmen. Sie ist an das Landeslehrerprüfungsamt – Außenstelle beim Regierungspräsidium Freiburg –, Bertholdstraße 43, 79098 Freiburg, zu richten. Nur dort erhalten Sie auch rechtsverbindliche Informationen zu allen die Wissenschaftliche Prüfung betreffenden Fragen.

Achtung: In manchen Fachbereichen gibt es vor den offiziellen Anmeldeterminen des LLPA  Voranmeldungen zur Prüferzuteilung für das Staatsexamen. Informieren Sie sich deshalb rechtzeitig in Ihren Fachbereichen über die jeweilige Regelung.

Splitting: Aufteilung der Wissenschaftlichen Prüfung auf zwei Termine

Die Aufteilung der beiden Hauptfächer der Wissenschaftlichen Prüfung auf zwei aufeinanderfolgende Termine ist nur möglich, wenn der/die Studierende sich im 10. Fachsemester zur Prüfung anmeldet und zugelassen wird. Bei ungleicher Semesterzahl in den ersten beiden Hauptfächern, z. B. bedingt durch einen Fach- oder Studiengangwechsel, wird der abgerundete Durchschnitt der beiden Fachsemesterzahlen als Kriterium für das Splitting benutzt.

Anmeldeschluss für das Frühjahr (ideal für Referendariatsbeginn im Februar): 31.10. des Vorjahres
Mdl. Prüfung im Fach 1:
April – Mai
Sommersemester    

Mdl. Prüfung im Fach 2:
Oktober – November
Wintersemester

Anmeldeschluss für den Herbst: 30.4.
Mdl. Prüfung im Fach 1:
Oktober – November
Wintersemester    

Mdl. Prüfung im Fach 2:
April – Mai
Sommersemester

Dabei bleiben bei der Berechnung der Semesterzahl unberücksichtigt:

  • Urlaubssemester wegen längerer schwerer Krankheit oder aus einem anderen wichtigen Grund
  • Nachholen von Latinum bzw. Graecum, sofern für die beiden Hauptfächer der Wissenschaftlichen Prüfung gefordert und nicht durch das Reifezeugnis nachgewiesen
  • Studienaufenthalte im fremdsprachigen Ausland bis zu zwei Semester, bei modernen Fremdsprachen zwei Semester je Fremdsprache
  • Assistenzzeit im Ausland bis zu zwei Semester
  • Engagement in Hochschulgremien (als gewähltes Mitglied) bis zu zwei Semester


Insgesamt können, bescheinigt durch die Universität, nicht mehr als vier Semester unberücksichtigt bleiben. Die Regelung für die unberücksichtigten Semester gilt auch für den Freiversuch. Nach dem Ende des 10. Studiensemesters muss die Wissenschaftliche Prüfung in allen Prüfungsteilen in einem Termin abgelegt werden.

Die Mitteilung über die Zulassung zur Prüfung erfolgt für jedes Fach getrennt jeweils zum bevorstehenden Prüfungstermin.

Freiversuch und Notenverbesserung

Einmalig kann in einem Fach ein sog. Freiversuch in Anspruch genommen werden. Wird die Prüfung nach ununterbrochenem Studium in einem der Hauptfächer nicht bestanden, so gilt die Prüfung in diesem Hauptfach als nicht unternommen (Freiversuch), wenn an der mündlichen Prüfung im ersten Hauptfach spätestens im 9. Semester sowie an der mündlichen Prüfung im zweiten Hauptfach spätestens im 10. Semester teilgenommen wurde. Wer die Prüfung unter den Bedingungen des Freiversuchs bei erstmaliger Teilnahme bestanden hat, kann die Prüfung in einem seiner Fächer zur Verbesserung der Note zu dem Prüfungstermin, der auf die letzte mündliche Prüfung folgt, einmal wiederholen.

Erweiterungsprüfung

Eine Erweiterungsprüfung kann in allen an der Universität Freiburg zugelassenen Lehramtsfächern außer in Bildender Kunst und Musik mit den Anforderungen eines Hauptfachs oder eines Beifachs abgelegt werden. Außerdem können in Freiburg folgende Fächer ausschließlich mit Beifachanforderungen in einer Erweiterungsprüfung gewählt werden: Dänisch, Geologie, Griechisch-römische Archäologie,
Norwegisch, Schwedisch. Die Regelstudienzeit beträgt dabei für die Erweiterungsprüfung mit Hauptfachniveau (120 ECTS-Punkte) vier und mit Beifachniveau (90 ECTS-Punkte) drei Semester. Mit dem Bestehen der Erweiterungsprüfung in einem Hauptfach wird die wissenschaftliche Befähigung für den Unterricht in diesem Fach auf allen Stufen des Gymnasiums erworben. Wird die Prüfung unter Beifachbedingungen abgelegt, erwirbt der/die Absolvent/in die wissenschaftliche Befähigung für den Unterricht in diesem Fach in der Unter- und Mittelstufe (§ 30 Abs.8 GymPO I). Im Erweiterungsfach sind weder eine Orientierungs- noch eine Zwischenprüfung erforderlich. Die Erweiterungsprüfung kann nach Bestehen der Ersten Staatsprüfung oder zum Termin der Prüfung im zweiten Hauptfach abgelegt werden und ist gemeinsam mit den zwei Hauptfächern beim Prüfungsamt anzumelden.

Über Zulassungsvoraussetzungen, Inhalt und Umfang der Prüfungsleistungen bzw. ggf. weitere erforderliche Studienleistungen informieren Sie sich bitte anhand der jeweiligen fachspezifischen Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnung.

Links

 

Benutzerspezifische Werkzeuge